Die Geschichte der Hängematte
Die Hängematte, das trendige Möbelstück für Designfans, die
entspannende Oase im Garten und das schaukelnde Spielzeug für
Kinder, hat seinen Siegeszug schon vor langer Zeit angetreten.
Erfunden wurde die Hängematte in Mittel- oder Südamerika als bequeme
Schlafstätte mit Schutz vor Schlangen und Dreck. Wissenschaftler
gehen davon aus, dass es vor etwa 1.000 Jahren die Inka waren, die
die erste Hängematte herstellten. Doch ob dieses hoch entwickelte
Volk wirklich als erste diesen Bettersatz entwickelte oder nur die
bereits bekannte Technik der Hängematten-Herstellung verfeinerte,
kann heute unmöglich geklärt werden.
Die Taino Indianer beispielsweise nutzten die Hängematte sowohl als
Fischernetz als auch zum Schlafen und Ausruhen. Viele Indianerstämme
betteten auch ihre Toten in Hängematten. Als Christoph Columbus
Amerika entdeckte, war das bequeme Möbelstück in weiten Teilen des
Kontinents verbreitet. Und auch der Seefahrer war schnell von dem
praktischen Nutzen der gewebten Hängematten überzeugt. So führte er
die schaukelnden Tücher bei den Matrosen auf seinen Schiffen ein,
die bei starkem Seegang nun nicht mehr im Schlaf aus ihren Betten
geworfen wurden. Denn eine Hängematte gleicht die schwankenden
Bewegungen ohne Probleme aus.

Noch heute ist die Hängematte in Süd- und Mittelamerika für weite Teile der Bevölkerung der Bettersatz. Und auch in anderen tropischen Gebieten hat sich das Schlafmöbel teilweise durchgesetzt. In Europa wurde die Hängematte zeitweise in Gefängnisse eingesetzt, weil sie so wenig Platz wegnimmt. Zwar ist diese Form der Gefangenen-Unterbringung nicht mehr üblich, dafür haben sich Hängematten aber vor allem im Outdoor- Sport und als zusätzliches Liegemöbel für entspannende Stunden auch in unseren Breiten mehr und mehr durchgesetzt.
